Nr. 67 Juni - Sept 10
Tempo 80 bringt rasante Vorteile

Die GegnerInnen einer Änderung wähnen sich in der Vorstellung, dass Tempo 100 ein unverrückbarer Zustand sei. Doch das ist ein Irrglaube. 100 ist vielerorts längst Vergangenheit. „Österreich ist neben Deutschland das einzige EU-Land, in dem Tempo 100 auf Freilandstraßen erlaubt ist“, weiß Landtagsabgeordneter Markus Reitsamer, Verkehrssprecher der Grünen OÖ.
Der VCÖ hat untersucht, was Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen bringt:
Sicherheit: 80 statt 100, das bedeutet Schutz und Sicherheit. Sicherheit, die dringend nötig ist, denn das Unfallrisiko auf Österreichs Straßen ist sehr hoch. In der EU passieren bezogen auf die Bevölkerungszahl nur in Slowenien mehr Verkehrsunfälle als in Österreich.
Auf Freilandstraßen ist das tödliche Unfallrisiko pro gefahrenen Kilometer doppelt so hoch wie im restlichen Straßennetz. Mehr als 60 Prozent der tödlichen Unfälle in Österreich passieren auf Freilandstraßen.
Markus Reitsamer: „Mit Tempo 80 auf Landstraßen würde sich die Zahl der tödlichen Unfälle um rund 20 Prozent verringern. Pro Jahr könnten 90 Menschenleben gerettet werden“.
Umwelt: Tempo 80 bringt weniger Unfälle, verringert den Lärm und nützt Umwelt- und Klimaschutz. „Der Spritverbrauch sinkt um zehn Prozent und damit auch die CO2-Emissionen“, sagt Reitsamer. Zudem sinken die Stickoxid-Emissionen bis zu minus 30 Prozent. Die Luftqualität steigt. Ebenso verringert sich der Verkehrslärm. GegnerInnen wenden ein: Man braucht mehr Zeit um von A nach B zu kommen. Der Einwand geht ins Leere. Maximal sieben Sekunden pro Kilometer würde sich die Reisezeit verlängern.
von THOMAS HARTL

