27. Jänner 2026

Die Sparkeulen beim Klimaschutz

Einige Beispiele, wo und wie in Zukunft klimafreundliches Verhalten teurer wird.

Von Marco Vanek

Wenn der Klimabonus gestrichen wird, fällt die soziale Komponente der öko-sozialen Steuerreform und zerstört das Gleichgewicht. Statt die Menschen, die nicht so einfach auf umweltfreundliche Varianten umsteigen können, zu entlasten, werden sie nun doppelt belastet: mit höheren Kosten und weniger Unterstützung. Einer Familie mit drei Kindern in einer entlegenen Gemeinde am Land werden damit 1000 Euro im Jahr weggenommen. 1000 Euro, die abfedern sollten, dass es etwa im Innviertel oder in anderen ländlichen Teilen Oberösterreichs einfach noch zu wenige adäquate Öffi-Verbindungen gibt, mit denen sie in die Arbeit kommen. „Das ist eine glatte Steuererhöhung“, betont Werner Kogler. Aber auch anderen Förderungen, die direkt bei den Menschen landen, geht es an den Kragen. „Auch Erneuerbare Energien werden teurer, E-Mobilität wird teurer, die Förderung für saubere Heizungen – und günstige, grüne Energie in den eigenen vier Wänden – wird zumindest gekürzt. Das sei nicht nur zukunftsvergessen, es konterkariert auch die Aussagen der SPÖ im Wahlkampf, sagt Kogler und spannt den Bogen zur kalten Progression: „Auch die Abschaffung der Kalten Progression soll teilweise wieder rückabgewickelt werden. Diese schleichende Steuererhöhung bewirkt, dass man sich trotz Lohnerhöhung am Ende weniger leisten kann. Und gerade der Teil davon, der den Menschen mit weniger Einkommen hilft, wird gestrichen. Dabei war es doch die SPÖ, die mit „Mehr Netto vom Brutto im Börserl“ geworben hat. Und jetzt passiert nun für die Menschen, die es am meisten brauchen, genau das Gegenteil“.

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