27. Jänner 2026

Kein Wasser, dafür tote Fische

Wie der Klimawandel Oberösterreich langsam aber doch verändert

 

Von Benjamin Wimmer

Die anhaltende Trockenheit und die hochsommerlichen Temperaturen hinterlassen immer deutlicher ihre Spuren an Oberösterreichs Gewässern. In mehreren Regionen sind kleinere Flüsse und Bäche bereits trockengefallen – so etwa die Mattig in Mattighofen. Dort sind derzeit ganze Abschnitte ohne sichtbaren Wasserlauf.

Während große Flüsse wie der Inn oder die Salzach derzeit noch Mittelwasser führen, liegen Enns, Traun und Donau vielerorts bereits im Niederwasserbereich, bei kleineren Fließgewässern ist die Situation kritisch. Auch die großen Seen des Salzkammerguts könnten ohne baldige, ergiebige Niederschläge binnen weniger Wochen deutlich an Wasser verlieren.

Die Dürre trifft die Gewässer gleich mehrfach: Einerseits engt der sinkende Wasserstand den Lebensraum der Fische ein, andererseits führen hohe Temperaturen zu Sauerstoffmangel. „Wenn sich die Fische nicht in kühlere oder tiefere Zonen zurückziehen können, droht Fischsterben“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

„Wir sehen an der Mattig und vielen anderen Flüssen: Der Klimawandel ist keine abstrakte Bedrohung mehr. Er verändert unser Land, unsere Lebensgrundlagen und unsere Natur in einer Geschwindigkeit, die uns alle mehr und mehr fordert“, so Kaineder.

 

Bildtext: Im Flussbett der trockengefallenen Mattig in Mattighofen

Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

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