27. Jänner 2026

Freiheit von statt Freiheit für Waffen

Es war ein Verbrechen, wie es Österreich bisher nicht kannte. Der Amoklauf an der Schule in Graz. Die emotionalen Folgen dieser furchtbaren Tat– sie sind nicht erahnbar. Die sachlichen Konsequenzen dagegen liegen auf der Hand. Österreich benötigt ein wirkungsvolles Waffenrecht.  Das war das bisherige nicht, „aber auch die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen reichen nicht aus“, meint die Grüne Sicherheitssprecherin Anne-Sophie Bauer. Österreichs Waffengesetz zählt zu den liberalsten in Europa. Lückenhaft, ein legistisches Leichtgewicht bei Waffenkontrolle- und Kauf.

Ab 18 Jahren kann man eine Waffe der Kategorie C kaufen, Schrotflinten oder Büchsen – ohne Kontrolle, Begründung, Nachweis von Fachwissen oder psychische Eignung. „Daran ändern auch die angekündigten Änderungen nichts. Das ist inkonsequent und der Bevölkerung nicht erklärbar“, meint Bauer. Jenen 77 Prozent der Österreicher:innen, die laut Umfrage TQS Research & ein schärferes Waffenrecht wollen.

 

Es muss einen Paradigmenwechsel geben.

„Das Land braucht Freiheit von, nicht für Waffen“, meint Bauer. „Es sollte ein grundsätzliches Verbot geben und spezifische Ausnahmen. Das würde den Waffenbesitz in Österreich reduzieren, mehr Kontrolle ermöglichen und dem Land mehr Sicherheit geben.“

Related Post