27. Jänner 2026

Das Sparpaket trifft Geringverdienende

Das Sparpaket der Bundesregierung führt laut Budgetdienst zu einer ungleichen Verteilung der Lasten. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigem Einkommen. Ein zentraler Punkt: Die Abschaffung des Klimabonus trifft zwar alle Einkommensgruppen, stellt jedoch für ärmere Haushalte eine deutlich höhere Belastung dar. Zusätzlich werden Sozialleistungen wie Familienbeihilfe nicht wie bisher automatisch angepasst („valorisiert“), was vor allem die unteren beiden Einkommensdezile betrifft. Auch Pensionist:innen müssen mit höheren Krankenversicherungsbeiträgen rechnen. Die teilweise Aussetzung der kalten Progression zeigt zwar bei höheren Einkommen größere absolute Effekte, belastet ärmere Haushalte jedoch relativ stärker.

Die Zahlen konkret: Das durchschnittliche Haushaltseinkommen der einkommensschwächsten 10 Prozent sinkt 2025 um 2,3 Prozent, während die einkommensstärksten zehn Prozent nur einen Rückgang von 0,4 Prozent hinnehmen müssen. Bis 2029 könnte der Verlust bei den untersten Einkommensgruppen sogar auf 3,3 Prozent steigen, bei den reichsten nur auf 1,1 Prozent. Die untersten zehn Prozent der Haushalte tragen etwa acht Prozent des Konsolidierungsvolumens, die obersten zehn Prozent zwar 14 Prozent, aber relativ zu ihrem Einkommen sind die Belastungen für Geringverdiener viel gravierender.

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