27. Jänner 2026

Ein historisches Urteil für den Naturschutz

Das Bundesverwaltungsgericht hat die weitere Rodung eines großen Waldstücks in Ohlsdorf für die Erweiterung einer Schottergrube untersagt.

von Marco Vanek, aus der Print-Ausgabe #127

Die Richter bestätigten Ende September das negative Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durch das Land Oberösterreich – ein bundesweit bislang einmaliger Präzedenzfall. Im Urteil wurde besonders hervorgehoben, dass gerade im waldarmen Zentralraum die verbleibenden Wälder eine unersetzliche Rolle für Klima, Artenvielfalt und Erholung spielen. Ersatzaufforstungen könnten den ökologischen Schaden nicht rechtzeitig
wettmachen.

Umweltlandesrat Stefan Kaineder begrüßt die Entscheidung ausdrücklich: „Noch nie zuvor wurde in Oberösterreich eine Umweltverträglichkeitsprüfung negativ beschieden. Das ist ein Meilenstein für die Umwelt, ein Weckruf an Politik und Wirtschaft für eine nachhaltigere Bodenpolitik.“ Kaineder betonte weiter, dass das Urteil eine klare Botschaft sei, künftig Klimaschutz, Bodenschutz und Artenvielfalt stärker zu gewichten und Raubbau an natürlichen Ressourcen konsequent zu begrenzen

 

Related Post